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Cultural Exchange and Consumption Patterns in the Age of Enlightenment
Europe and the Atlantic World
Ein Titel aus der Buchreihe
Herausforderungen
Zu den Titeln dieser Buchreihe
Wolfgang Schmale
Historische Komparatistik und Kulturtransfer
Europageschichtliche Perspektiven für die Landesgeschichte. Eine Einführung unter besonderer Berücksichtigung der Sächsischen Landesgeschichte
Herausforderungen Band 6 (ISSN 0942-8291)
1998. 144 S., 23 x 15 cm
Kartonierte Ausgabe: ISBN 978-3-924517-90-8, € 18,00
Ausgabe in Bibliotheksleinen: ISBN 978-3-924517-96-0, € 36,00
Lieferbar

Inhaltsverzeichnis und Textauszüge        Buchbeschreibung
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Zu diesem Buch
Diskussionen über Bedeutung und Ausrichtung
der Landesgeschichte haben in Deutschland eine lange Tradition. In den letzten Jahren wurde besonderes Augenmerk auf das Verhältnis zur Regionalgeschichte gerichtet, wie sie in Frankreich oder in England und den USA betrieben wird. Hinzu kam die Neuformierung der Landesgeschichte in den neuen Bundesländern. Die Entwicklung der historiographischen Themenstellungen ist derweil nicht stehengeblieben, neue Anforderungen an die Landesgeschichte sind hinzugetreten. Um diese neuen Anforderungen geht es in diesem Band. Die im Titel angesprochenen Konzepte "Historische Komparatistik" und "Kulturtransfer" sind Antworten auf die Herausforderungen, die die jüngere Entwicklung Europas an die geschichtswissenschaftliche Beschäftigung mit Europa stellt. Sie stellen nicht die einzigen konzeptionellen und methodischen Antworten dar, aber ihre elementare Bedeutung für die Überwindung einer ehemals unangemessen nationenzentrierten oder landespatriotischen Geschichtsschreibung liegt klar auf der Hand.
Die europäische Perspektive
Die Landesgeschichte hat sich mit solchen Konzepten bisher eher vorsichtig auseinandergesetzt, ihre Umsetzung in die Forschungspraxis ist noch nicht sehr weit fortgeschritten, eine institutionelle Stärkung der neuen Forschungsrichtungen wäre wünschenswert. Die vorliegende Studie stellt die beiden Konzepte einer historischen Komparatistik und des Kulturtransfers im landes- bzw. regionalgeschichtlichen Kontext vor und zeigt, wie mit ihrer Hilfe die Landes- und Regionalgeschichte in die neue Dynamik der Europahistoriographie einbezogen werden kann. Die Analysen verharren dabei keineswegs nur auf einem abstrakten Niveau, vielmehr wird ihre praktische Anwendung durch je eine auf Archivquellen beruhende Fallstudie zur landes- bzw. regionalgeschichtlichen Komparatistik sowie zur landes- bzw. regionalgeschichtlichen Kulturtransferforschung exemplifiziert. Am Schluss stehen Überlegungen zu eventuell notwendigen institutionellen Veränderungen, die nach Vorschlag des Autors in einem "Europäischen Landes- und Regionalgeschichtlichen Institut" gebündelt werden könnten. Zugleich empfiehlt sich die Einrichtung eines Förderschwerpunktes (Drittmittelförderung).
Sachsen als Beispiel
Die Ausführungen erheben den Anspruch, allgemein für die Landes- und Regionalgeschichte von Interesse zu sein. Dass die Sächsische Landesgeschichte dabei besondere Berücksichtigung erfährt, hat sachliche Gründe, die mit der alten und neuen Stellung der Sächsischen Landesgeschichte in der Deutschen Landesgeschichte sowie mit eigenen Forschungen des Verfassers über einen Vergleich Sachsens mit einer französischen Region (Burgund) [Historische Komparatistik] einerseits und strukturelle Möglichkeiten von Kulturtransfer andererseits zusammenhängen. Dazu kommen weitere thematische Gründe. Beispielsweise wurde das sogenannte Deutschlandbild, wie es im frühen 19. Jahrhundert in Frankreich oder den USA festzustellen ist, im Kern von einem bestimmten Sachsenbild dominiert.
Der Inhalt
Kapitel 1: Landesgeschichte zwischen ,vaterländischer Geschichte’ und ,europäischer Regionalgeschichte‘ [1. Landesgeschichte und Politik; 2. Landesgeschichte und Region; 3. Zum Typ der europäischen Region; 4. Landes- und Regionalgeschichte in europageschichtlicher Perspektive] · Kapitel 2: Die Erneuerung der Landesgeschichte durch die europäische Perspektive I: Historische Komparatistik [1. Fallstudie; 2. Landesgeschichte/Regionalgeschichte und Historische Komparatistik: Konsequenzen] · Kapitel 3: Die Erneuerung der Landesgeschichte durch die europäische Perspektive II: Kulturtransfer [1. Fallstudie; 2. Das Konzept Kulturtransfer; 3. Landesgeschichte und das Konzept Kulturtransfer: das Beispiel Sachsen] · Kapitel 4: Schlußfolgerungen zu einer europaorientierten Landesgeschichte · Verzeichnis der zitierten Literatur