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Transcending Words
The Language of Religious Contact Between Buddhists, Christians, Jews, and Muslims in Premodern Times
Heinz Tschachler
Americans for George
Das Gesicht der Nation und der schöne Schein der Papierdollar
2015. 168 S., 17 x 24 cm, 65 Farbfotogr.
Fest gebundene Ausgabe: ISBN 978-3-89911-249-8, € 33,60
Lieferbar

Inhaltsverzeichnis und Textauszüge        Buchbeschreibung       Das Buch im Urteil der Medien
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Zu diesem Buch
  
Der amerikanische Kongress debattierte zuletzt und zum wiederholten Male im Jahr 2012 ein mögliches Ende der 1-Dollarscheine. Wenngleich die Abschaffung aus ökonomischer Perspektive mehr als sinnvoll wäre, formierte sich ein breiter Widerstand gegen die Abschaffung der 1-Dollarnote – den geliebten "George".
Wie aber lässt es sich erklären, dass sich der 1-Dollarschein gegen jede ökonomische Vernunft hält? Geldscheine transportieren weitaus mehr als ihren reinen Tauschwert; sie transportieren Symbole. In diesem Falle das Gesicht der Nation: George Washington.
Heinz Tschachler widmet sich in dem vorliegenden Band der "Rhetorik" der visuellen Symbole – vor allem des symbolischen Vaters George Washington – auf amerikanischen Geldscheinen von der Zeit des Unabhängigkeitskrieges bis zur Gegenwart. Die Rhetorik – "das Reden des Geldes selbst" – entfaltet der Autor als Ikonographie und deutet sie ikonologisch in historisch-politisch-kulturgeschichtlicher Perspektive.
Symbolische Vaterfiguren sind für die öffentliche Rhetorik in den Vereinigten Staaten unabdingbar. Der Bogen lässt sich bis zurück in die Kolonialzeit spannen, als die englischen Könige als "Väter" galten. Mit der erlangten Unabhängigkeit ging die Rolle des symbolischen Vaters an George Washington über. Abbildungen des Gründers und Retters der Nation wurden schnell allgegenwärtig und fanden sich selbst auf so "profanen" Dokumenten wie Banknoten – daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die auf der nationalen Währung abgebildete symbolische Vaterfigur stärkt den Zusammenhalt der Gemeinschaft; sie macht die Währung zum einenden Bindemittel. Das aufgedruckte Bildnis George Washingtons, das zunächst als persönliches Gütezeichen eines Wertversprechens fungiert, wird dabei zum künstlerischen Porträt desjenigen, der dieses Versprechen gegeben hat und so das "Geldvertrauen" aufrechterhält.
Illustriert werden die Ausführungen durch zahlreiche farbige Abbildungen der besprochenen Papierscheine, Münzen und Bilder. Ein Register schließt den Band ab.
  
Proposals to enact legislation that would eliminate the $1 bill and replace it with a $1 coin are made with a measure of regularity. Although the switch would save billions of dollars in production costs (estimates range from $4.4 billion to $13.8 billlion over 30 years), previous attempts to abolish the beloved "Georges" have not made it past committee review. Moreover, they have always met with vociferous protests from the American public. How can this be explained? Dollar bills are more than mere commercial conveniences. Performing their proper function by encouraging trade and investment, they are also documents of culture, cultural products that speak to the identity of a group of people, a place, and a time. The $1 bill performs its cultural work principally through its characteristic portrait – of George Washington, the "father of his country."
Symbolic fathers have been all-important for America’s public rhetoric from early on. Already the English kings were seen as "fathers," fathers who had a responsibility for their family. Yet fathers can fail, such as George III, who came to be seen by many colonists as a "tyrant" neglecting his "children." The need for a symbolic father persisted, however, and George III’s role eventually was transferred onto George Washington.
In Americans for George, Heinz Tschachler traces the "rhetoric" of America’s paper currency from its beginnings to the present. He argues that a symbolic George Washington is at the center of a pictorial agenda in which American society has come, and continues to come, to an understanding of itself. In this context, representations of the symbolic father serve an important function: They strengthen the bonds of union to the national community. As a personalized quality mark, the face of the nation constitutes a promise of value that helps maintain trust and confidence both in the currency and in the community at large.
65 illustrations, notes, bibliography, and index.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort · Einleitung · "Des Landes Vater" · Zur Rhetorik der schönen Scheine · 1#FL>Unabhängigkeitskrieg und die Anfänge der Republik · Volkssouveränität und symbolische "Väter" · "Nützliche Prägungen" · Papiergeldverbot und die Ära der Privatbanken · 2#FL>Die Zeit vor und während des Bürgerkriegs · George Washington im Porträt · George Washington und die "vaterlose Gesellschaft" · Nord und Süd · "Territoriale" Währung und "erfundene" Traditionen · 3#FL>Vom Ende des Bürgerkriegs bis zur Weltwirtschaftskrise · "The only true American contribution to the arts" · Die "Columbus-Washington-Achse" auf den Geldscheinen · Nationale Mythen · Die "Präsidentenporträts" auf den schönen Scheinen · Geld und Hegemonie · 4#FL>Die Gegenwart und der Bedeutungsverlust der Mittelschichten · Ikonisierung · Ästhetik und Rhetorik des 1-Dollarscheins · "In God We Trust" · "Harte" Bilder, "weiche" Scheine · Geld und Glaube · Schlussbetrachtung · Seine "Heiligkeit", George Washington · "The Guiding Influence" · Bibliographie, Anmerkungen, Register